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Vergleich: Deutschlands 3 großen DSL-Anbieter

Seit dem Fall des Telefonmonopols der ehemals staatlichen Telekom haben zahlreiche private Unternehmen den Markt in Deutschland aufgemischt. Neben vielen verschiedenen Anbietern für Telefon und Internet ist aber auch die Bandbreite an Leistungen größer geworden. So werden heute außer den analogen und digitalen Telefonanschlüssen, DSL-Pakete angeboten, die eine Telefon- und Internetflatrate enthalten. Musste man sich früher erst noch bei einem Internetprovider einwählen, so steht die Verbindung dank DSL 24 Stunden am Tag zur Verfügung. Diese Top-Tarife zeichnen sich neben der ständigen Verfügbarkeit, auch durch eine wesentlich höhere Leistung aus. Datenraten von bis zu 50 Mbit/s sind möglich, während es zuvor gerade einmal 64 kbit waren.

Foto: Erich Werner / pixelio.de

Telekom

Als ehemaliges Staatsunternehmen bietet die deutsche Telekom eine große Bandbreite an Leistungen. Dazu gehören Komplettpakete mit einer Internet- und Telefonflatrate, die es sowohl für einen analogen als auch für einen digitalen Telefonanschluss gibt. Um sich ins Internet einzuwählen, kann man wahlweise einen Router der Telekom zu einem monatlichen Preis mieten oder ihn kaufen. Bei Buchung eines solchen Paketes über das Internet erhält der Kunde über ein Jahr einen Rabatt von 10 Prozent. Die Rechnung kann man sich gegen eine Gebühr in Schriftform nach Hause schicken lassen, erhält sie aber auch kostenlos online. Wer nicht sehr viel telefoniert und den Anschluss hauptsächlich zum Surfen benötigt, kann auch eine separate Internetflatrate wählen und zahlt die Gespräche extra. Die Geschwindigkeit beim Surfen ist recht unterschiedlich, eine Standardverbindung besitzt eine Datenrate von bis zu 16 Mbit/s, höhere Datenmengen sind gegen Aufpreis und bei entsprechender Verfügbarkeit möglich. Bei einem DSL-Anschluss der Telekom besitzt man weiterhin die Möglichkeit, Auslandsgespräche mit Hilfe von Sparvorwahlen zu nutzen. Dann wird erst die Sparvorwahl eingegeben und danach die Rufnummer im Ausland. Die Abrechnung findet minutengenau statt und wird auf der Rechnung der Telekom extra ausgewiesen. Stellt man seinen Telekom-Anschluss auf DSL um, zahlt man keine gesonderten Gebühren. Diese werden lediglich bei einem Wechsel eines anderen Anbieters zur Telekom fällig. Die Laufzeit der DSL-Verträge bei der Telekom beträgt 24 Monate.

1&1

Das Privatunternehmen 1&1 bietet viele verschiedene DSL-Tarife. Einstiegstarife mit einer Doppelflatrate für Telefon und Internet besitzen einen Datenvolumen von bis zu 6 Mbit/s, die Standardverbindung beträgt bis zu 16 Mbit/s und die höchste Datenrate beträgt bis zu 50 Mbit/s. Oftmals werden die ersten 12 der 24 Monate Vertragslaufzeit günstiger angeboten, der Router ist kostenlos und bisweilen gibt es einen zusätzlichen Bonus bei Vertragsabschluss oder beim Wechsel eines Anbieters zu 1&1. Die meisten Kunden besitzen einen analogen oder digitalen Telekom-Anschluss, können diesen aber auch bei 1&1 bekommen. Die Telefonleitung von 1&1 ist eine VoIP-Leitung, bei der Telekom telefoniert man über eine normale Kupferleitung. Ein Nachteil eines Komplettanschlusses über 1&1 liegt darin, dass Sparvorwahlen für Auslands- oder Handygespräche nicht genutzt werden können. Man zahlt dann einen festgelegten Tarif von 1&1, der zum Teil deutlich über den Anbietern von Sparvorwahlen liegt. Die Laufzeit der Verträgt beträgt 24 Monate, die Rechnung erfolgt online.

Vodafone

Ein großer DSL-Anbieter in Deutschland ist Vodafone. Das Unternehmen bietet Doppelflatrates für Telefon und Internet mit einer Datenrate von 16 Mbit/s. Den notwendigen Router erhält man gegen einen einmalige Gebühr, die Rechnung erfolgt ebenfalls online. Häufig erhalten Erstkunden einen Bonus, der mit den ersten Rechnungen verrechnet wird. Zusätzlich zum günstigen Basispreis erhalten Kunden gegen Aufpreis auch ein Sicherheitspaket, einen Komfortanschluss oder sogar einen freien TV-Zugang über die DSL-Leitung. Auch Vodafone benötigt einen Telekom-Anschluss (analog oder digital), der aber auch von Vodafone gestellt werden kann. Allerdings entfällt dann die Möglichkeit, über Sparvorwahlen im Ausland anzurufen.

Fazit

Günstige Gesamtpakete erhält man bei Telekom, 1&1 und bei Vodafone mit hohen Datenraten für die Internetverbindung. Wer kaum ins Ausland anruft und sein Handy nutzt, um andere Handnutzer darüber zu erreichen, ist mit Anbietern wie 1&1 oder Vodafone gut beraten, denn ein zweiter Telekom-Anschluss ist nicht nötig. Wer aber auch in Zukunft Sparvorwahlen ohne Schwierigkeiten nutzen möchte, greift zu den Telekom-Angeboten.


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Der Author ist seit 1998 aktiver Internet-User und seit 2000 Inhaber der SANOBA Internet Agentur. Auf diesem Portal werden immer 3 Sichtweisen auf ein Thema dargestellt und auch sie können Teil davon werden.

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Eine Antwort zu "Vergleich: Deutschlands 3 großen DSL-Anbieter"

  1. Ruben sagt:

    Ich bin sehr gespannt, wie sich das in den nächsten Monaten entwickelt und frage mich, ob die Telekom da weiter an erster Stelle bleibt. Nachdem eine DSL Drosselung erfolgt werden diese vermutlich doch einige Kunden an ihre Konkurrenz verlieren.

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