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Bräuche an Pfingsten

Auch an Pfingsten haben sich in Deutschland einige Bräuche etabliert. Diese werden zwar nicht von der breiten Masse der Bevölkerung gefeiert, sind in vielen Regionen dennoch ein wichtiger Bestandteil des Brauchtums. Als wichtigste Bräuche haben sich dabei der Pfingstbaum, die Pfingstochsen und das Pfingsfeuer herausgestellt.

Junge Birken werden zum Pfingstbaum

PfingstbaumDer Brauch des Pfingstbaumpflanzens hat eine lange Tradition und geht auf die Germanen zurück, welche im Frühjahr junge Birken fällten und sie sich an ihren Haustüren befestigten, um Geister zu vertreiben. Damals fällten junge, noch unverheiratete Männer die Birken und gingen von Haus zu Haus, um die Bäume an den Haustüren zu befestigen. Das taten sie allerdings nur bei den Häusern, in denen Jungfrauen lebten. Entsprechend kann man von einer Art „Schaulaufen“ sprechen. Heute hat sich der Brauch insbesondere in Niedersachsen gehalten, wo es als normal gilt, an Pfingsten eine junge Birke vor dem Haus (entweder eingegraben oder mit Seil befestigt) anzubringen. Der zumeist von Vereinen gepflegte Brauch steht oftmals mit Alkohol und rituellen Liedern in Verbindung. Eine andere Art des Pfingstbaumbrauchs ist die Verzierung von Birken mit Laub.

Der Pfingstochse marschiert durch den Ort

Ein heute weniger praktizierter Brauch ist der des Pfingstochsen. Traditionell findet an Pfingsten der Almauftrieb statt. Zu diesem Zeitpunkt werden die Ochsen auf die Weide geführt. Im Brauchtum zieht der Ochse dafür aber zuerst durch das ganze Dorf und ist dabei besonders eindrucksvoll geschmückt. Als Pfingstochse gilt dabei immer nur das kräftigste Tier, das auf Grund des Schmucks hervorsticht. Die anderen Tiere ziehen ebenfalls durch das Dorf, folgen allerdings nur dem Pfingstochsen und werden nicht besonders geschmückt. Regional galt es, insbesondere im 19. Jahrhundert, noch als normal, dass der Pfingstochse nach der Prozedur geschlachtet wird.

Das Symbol des Heiligen Geistes

Einer der bekanntesten Pfingstbräuche ist das Pfingstfeuer, das in der christlichen Mythologie als Symbol des Heiligen Geistes gilt. In manchen Regionen wird der Brauch auch mit der Reinigung der Seele in Verbindung gebracht. Heute wird das Pfingstfeuer meistens am Pfingstsamstag entzündet und wird von einer christlich geprägten Prozedur begleitet. Dazu gehören meistens ein Gottesdienst, ein gemeinsames Zusammensein und oftmals auch das Schmücken des ganzen Dorfes. Darüber hinaus werden am Feuer den ganzen Abend, und des Öfteren auch durch die Nacht hindurch, Geschichten erzählt.

Viele verschiedene Bräuche an Pfingsten

Zwar sind Pfingstfeuer, Pfingstochsen und das Pfingstbaumpflanzen die bekanntesten Pfingstbräuche, jedoch gibt es auch noch zahlreiche andere Bräuche, die an den christlichen Feiertagen zelebriert wurden. In der heutigen Zeit hat sich in Deutschland überregional allerdings nur das Pfingstfeuer etabliert.

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